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Zum Wesen des UTOPION (von Matthias Trennheuser)

Liebe Community,

es ist mir wichtig, mich bei Euch an dieser Stelle zu melden, weil ich in der letzten Zeit einige Dinge zum UTOPION bemerkt habe, die mich überrascht haben.

Neulich war ein Treffen auf dem UTOPION, bei dem einige jüngere Semester an Larpern dabei waren und von denen durfte ich erfahren, dass der Besitzer des UTOPION ein „Grumpy old man“ sei. Ich hoffe mal, dass ich damit nicht gemeint bin :-). Doch dadurch ist mir aber aufgefallen, dass Im Zusammenhang mit dem UTOPION doch im Laufe der Zeit einiges an Wissen verloren gegangen sein muss.

Daher ist es mir ein Anliegen, das Wesen des UTOPION noch einmal darzustellen: Es ist ein GELÄNDE VON LARPERN FÜR LARPER! Warum? Weil ich vor etwa zehn Jahren mit guten Freunden am Feuer saß, und mit ihnen darüber nachgedacht habe, dass es doch schön wäre, einen eigenen Spielplatz zu haben, auf dem einer Orga es nicht passieren kann, dass am AbenteuerCon-Wochenende der örtliche Jäger kommt und sagt, dass das Gelände unmittelbar außerhalb des Zeltplatzes wegen irgendwelcher Jagdaktivitäten strikt gesperrt sei. Was für eine Katastrophe für eine Orga, die möglicherweise seit einem Jahr die Con vorbereitet hat!

Deswegen war es der Gedanke, einen eigenen Spielplatz zu haben, auf dem wir Spieler dem Jäger sagen können, wann er jagen darf und nicht der Jäger uns sagt, wann wir spielen dürfen. Also ein Areal, auf dem WIR die Hausherren sind :-).

Nach langer Suche war es dann soweit und ein ehemaliges Gelände der Bundeswehr konnte langfristig angemietet werden. Aber damit war es nicht getan. Da unser aller Anspruch an Gelände ja von Jahr zu Jahr steigt, war es mir wichtig, eine Infrastruktur zu schaffen, mit der man sich wohlfühlen kann. Denn bei aller Schönheit des UTOPION: Wo geht man zum Duschen und aufs Klo, wenn das Ganze am Ende nicht mehr ist, als eine schöne große Wiese? Und wie will man dann die Welt retten :-) ?

Also habe ich mit Freunden, denen ich dafür sehr, sehr dankbar bin, genau diese Infrastruktur aufgebaut, und so kann man das 107 Hektar große UTOPION bei kleinen bis mittelgroßen Cons sogar doppelt nutzen!

Dabei habe ich stets darauf geachtet, dass das Ganze keine Unternehmung wird, bei der ich mir eine goldene Nase verdienen will. Zurzeit ist es sogar umgekehrt: Im Moment ist es für mich sogar noch eine Sache, bei der ich drauflegen muss. Deswegen musste ich inzwischen meiner Familie versprechen, dass das UTOPION sich langfristig selber tragen soll. Genau dies ist nun auch mein Ziel. Nämlich dass das UTOPION sich selber trägt, aber auch nicht mehr. Möglich ist eine solche Haltung nur, weil ich selber Larper bin und mich daher nicht als „Betreiber“ oder „Chef“ sehe, sondern eher als Spielplatzhäuptling, der sich wie ein Kind freut, wenn andere Kinder in seinen Sandkasten zum Spielen kommen :-).

Was daraus resultiert, sind im Vergleich zum Leistungsangebot und der Größe anderer Plätze enorm günstige Preise. Ich habe in diesem Fall das Glück, dass ich am UTOPION nicht verdienen muss und auch nicht möchte, da es mein Hobby und nichts anderes ist.

Mir ist in der letzten Zeit aufgefallen, dass von dem Aufbruchsgeist der ersten Tage des UTOPION nicht mehr viel zu spüren zu sein scheint und das UTOPION mit ganz normalen Geländen einfach so verglichen wird.

Aber das UTOPION ist anderes: Von Geist des Anfangs weiterhin beseelt, bin ich in sehr intensiven Gesprächen mit den Verwaltungsbehörden dabei, viel größere Möglichkeiten zu eröffnen, als Ihr es möglicherweise je gekannt habt. Ich möchte Möglichkeiten schaffen, dass Ihr als Spieler oder Gruppen die Möglichkeiten bekommt, Bauten dauerhaft auf dem UTOPION zu errichten und auch stehen zu lassen. Damit erfülle ich uns den Wunsch, sich viel mehr mit dem Gelände zu identifizieren. Stellt Euch vor: Ihr seid mit Eurem Lager auf einer großen Con und baut etwas, das Ihr nicht mehr abbauen müsst! Was für eine Ersparnis an Kraft, Zeit und Geld!

Die älteren Hasen unter Euch wissen schon: Die Bretter, die hier bei deutschen Behörden zu bohren sind, sind dick. Aber ich bin seit einiger Zeit dabei, mit erheblichem Aufwand an Zeit und Geld die notwendigen Verhandlungen zu führen und Gutachten erstellen zu lassen.

Und den Informierten sei gesagt: In der letzten Zeit gab es einige hoffnungsvolle und gute Fortschritte. Aber ich bitte dennoch um Geduld, denn schneller kann ich die Verwaltungs-Mühlen nicht mahlen lassen :-). Immerhin stehen die Behörden mit ihrer Entscheidung ja auch in einer Verantwortung.

Wenn Ihr Fragen an mich habt, könnt Ihr sie gerne an mich stellen, entweder über FB oder diese Homepage.